[Update] WE ARE BACK !!!

antifa_aktion
Lange hat es gedauert, die unterschiedlichsten Gründe waren verantwortlich…alles egal, denn hier sind wir wieder!
In Zukunft werden auf der ersten Seiten allerdings keine Termine bzw Aufrufe mehr angekündigt, das verschiebt sich alles in den Termine-Bereich. In Kürze wird hier aber ein kurzes Selbstverständnis der MacherInnen erscheinen.

Erfreulicherweise gibt es einige neue Links und auch die Termine wurden natürlich aktualisiert.

Die nächsten Wochen ist viel los (Coburg, Fürth/Nürnberg, Bamberg…), also sehn wir uns hoffentlich alle auf der Straße!!
Da der Antifa-Bayern-Info-Blog noch neu ist, wäre es schön wenn ihr sie alle, sei es durch Mund-zu-Mund oder durch Verlinkung, weiterverbreitet…die Vernetzung in Bayern liegt schließlich echt mal im Argen..

Ansonsten, schaut einfach immer mal auf die Seite, es lohnt sich! :-)

14. Linke Literaturmesse in Nürnberg!

Vom 27. bis zum 29. November findet die größte Messe für linke Literatur zum bereits 14ten Male in Nürnberg statt!
Geboten wird wie immer einiges, von der Eröffnungsveranstaltung am Freitag abend, über den prall gefüllten Samstag mit dutzenden Vorträgen, Buchvorstellungen und Diskussionen, bis hin zum relativ entspannten Sonntag, an dem traditionell nur noch mittags geöffent sein wird.
Neben den genannten Veranstaltungen gibt es wie immer ausreichend Verpflegung, die RadioZ-Literatur-Couch und wie immer: Bücher, Bücher, Bücher…

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall immer…und die jährliche Party am Samstag im Metroproletan (Archiv & Bibliothek), ist natürlich noch ein Anreiz mehr sich dieses Wochenende zu geben! ;-)

Programm und weitere Infos gibts auf:
linke-literaturmesse.org

Mobi-Video zum Antifa Actionday in München!

Gegen den Burschenschaftskommers in München!

Am 16.10.2009 findet in dem von Bund und Freistaat mit finanziellen Mitteln ausgestatteten „Sudetendeutschen Haus“ in der Hochstr.8 nähe Rosenheimer Platz ein Kommers der „Deutschen Burschenschaft (DB)“ unter dem Motto „2000 Jahre Hermannsschlacht“ statt. Burschenschaften sind studentische Verbindungen mit politischer Ausrichtung, in Tradition eines geschichtlichen Deutschnationalismus dessen wesentliche Bestandteile aus Antisemitismus, Heterosexismus, elitärem und völkischem Denken bestehen.

Deutschnationalismus und völkisches Denken

Die „Deutsche Burschenschaft (DB)“ als Dachverband ist zweifelsohne der äußerst rechte Rand des akademischen Korporationswesens. Nach eigenen Angaben umfasst sie derzeit ca. 15.000 Mitgliedern, die in ungefähr 120 Burschenschaften organisiert sind. Der 1902 aus dem 1881 gegründeten Allgemeinen Deputierten-Convent (ADC) hervorgegangene Verband wurde 1935 freiwillig in den NS-Studentenbund überführt, „weil sie nichts anderes als Nationalsozialisten sein wollten“ und schließlich 1950 neu gegründet.
Die Aktivitäten des Dachverbandes und seiner Mitglieder sind damals wie heute von einem rechten, reaktionären Kurs gekennzeichnet. Dieser zeigt sich z. B. deutlich daran, dass in Mitgliedsverbindungen keine Frauen, Juden, Ausländer, Homosexuelle und Kriegsdienstverweigerer aufgenommen werden dürfen.
Ihre ideologische Basis stützt sich auf einen völkischen Nationalismus. So prangert die DB in geschichtsrevisionistischer Manier regelmäßig die Oder-Neiße-Grenze an. Mitunter werden Forderungen nach einem „Deutschland im Ganzen“ laut, das noch über die völkerrechtlichen Grenzen von 1937 hinausgehen solle: Teile Osteuropas, das sogenannte Sudetenland, Österreich und Südtirol, aber auch französisches sowie belgisches Territorium und vieles andere mehr sind ihrer Auffassung nach „deutsch“. Entsprechend verkündet die DB auf ihrer Homepage: „Die deutsche Burschenschaft sieht das deutsche Vaterland unabhängig von staatlichen Grenzen in einem freien und einigen Europa, welches Osteuropa einschließt.“
Ferner existieren laut der DB grundsätzliche und unabänderliche Unterschiede zwischen „Völkern“. Dem „deutschen Volk“ kommt dabei in burschenschaftlicher Politik eine besondere Rolle zu. So gilt beispielsweise ein in Polen geborener Mensch mit deutschen Eltern als „deutsch“, während ein in Deutschland geborener Mensch türkischer Abstammung als „undeutsch“ angesehen wird und ihm somit die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft verwehrt bleibt.
Burschenschaften fungieren häufig als Schnittpunkt zwischen Hochschule und rechtsextremen Spektrum, wie beispielsweise personelle Übereinstimmungen zwischen Burschenschaftlern und der NPD, REP, Kameradschaften oder der verbotenen HDJ sowie ideologische Schnittstellen zeigen. Beispielsweise gehören Jürgen Gansel und Arne Schirmer der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag einer Burschenschaft an. Auch fanden sich auf der Referentenliste Münchner Burschenschaften in den letzten Jahren unter anderem der verurteilte Holocaustleugner Horst Mahler, der Südtirolterrorist Peter Kienesberger oder auch Gerhard Schulze-Rohnhoff, der die Schuld Deutschlands am zweiten Weltkrieg relativiert, sowie viele andere.

„Ganze Kerle“?

Studentenverbindungen und insbesondere Burschenschaften sind heterosexistische Männerbünde. Dies zeigt sich nicht nur dadurch, dass keine oder kaum Frauen aufgenommen werden, sondern auch am Umgang mit ihnen sowie den Geschlechtsbildern, die von den Burschenschaften vertreten werden. So werden Frauen vielmehr als „Damen“, d.h. als „schmückendes Beiwerk“ oder „Aushängeschilder“ „ihrer“ Männer angesehen. Den vermeintliche „weibliche“ Charakterzüge wie Emotionalität und Schwäche passen, so wird argumentiert, nicht zu den angeblich „männlichen“ Idealen, wie z.B. Ehre, Mut oder oder Kameradschaft. Es wird also eine biologistische Sichtweise vertreten, nach der neben den körperlichen Unterschieden, auch oben aufgezählte Verhaltensweisen biologisch vorgegeben seien. Damit wird eine reaktionäre und konservative Sichtweise auf Geschlechtlichkeit in verschärfter Weise reproduziert und ein Geschlechterverhältnis verfestigt, das auf die Einteilung in zwei Geschlechter gründet. Hierüber funktioniert auch der Ausschluss all derjeniger, die nicht in diese Kategorien einzuteilen sind, d. h. Homosexuelle, Transsexuelle oder einfach Queers.

Burschenschaft Danubia

In München befindet sich eine der relevantesten Burschenschaften des deutschnationalen Spektrums. Die bundesweit bekannte Burschenschaft „Danubia zu München“, die unter anderem durch ihre Verwicklung in dem rassistischen Überfall auf einen Griechen im Jahr 2001 Aufsehen erregte, der nach einer gemeinsamen Feier von Martin Wiese (Rechtsterrorist) und Rainer Mehr (Danubia) von einigen Gästen ausging. Der Haupttäter versteckte sich auf der Flucht vor der Polizei im Bierkeller der Danubia, wo ihn der Neonazi-Liedermacher Michael Müller abgeliefert hatte. Trotz des dadurch erreichten zweifelhaften Bekanntheitsgrades und der Tatsache, dass die Burschenschaft Danubia im Verfassungsschutzbericht erwähnt und als rechtsextrem eingestuft wird, hat ihr Ansehen, auch innerhalb des Dachverbandes „Deutsche Burschenschaft“, keinen Schaden genommen.
Spätestens bei näherer Betrachtung der seit den 80er Jahren regelmäßig stattfindenden „Bogenhausener Gespräche“ wird deutlich, dass die Danubia eine zentrale Rolle bei der Formierung der neuen Rechten spielt. Dort traten unter anderem Holocaustleugner wie Wilhelm Stäglich (Autor des Buches „Der Auschwitz-Mythos – Legende oder Wahrheit“) sowie der ehemalige NPD-Bundesvorsitzende Günther Deckert auf. Die Danubia dürfte auch die treibende Kraft für den am 16.10.2009 stattfindenden Kommers sein. Dort ist Dr. Hans Merkel (CSU), seines Zeichens Ministerialpräsident a.D., als Festredner eingeladen. Dieser fiel in der Vergangenheit durch klar geschichtsrevisionistische und rechtsextreme Äußerungen auf. So hetzte er 2004 in Nürnberg: „Das Innenleben des Reichstags […] wird man in einer Zeit besserer deutscher Charakterverfassung von seinem Bolschewikenschmuck wieder befreien können. Was uns aber bis auf weiteres leider bleiben wird, ist das im Bau befindliche Berliner Holocaustmal.“

Kampf ums Ganze !

Trotz all dieser Punkte ist es falsch anzunehmen, das Burschenschaften mit nazistischen Organisationen gleichzusetzen sind. Wir wollen nicht das alte Schwarz-Weiß-Schema von Nazi vs. Nicht-Nazi reproduzieren, weil es gar nicht notwendig ist, um die Problematik des Verbindungswesen zu erfassen.
Eines sind die Burschenschaften nämlich alle: nationalistisch. Und das trennt sie weder vom großen Rest der Bundesbürger, noch macht sie das zu unpolitischen Akteuren, sondern vielmehr zu einem Teil der deutschen Normalität, den es gerade auch deswegen anzugehen lohnt. Deshalb wollen wir am 16.10.2009 nicht nur gegen den Burschenschafts Kommers auf die Straße gehen, sondern richten uns vielmehr gegen den rassistischen, nationalistischen und sexistischen Normalzustand in der BRD.

Infoveranstaltung:
14.10.09, 20.00 Uhr, Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 104/II. Aufgang)
Antifaschistische Kundgebung:
16.10.09, 19.00 Uhr, Ecke Rosenheimer-/Hochstraße

weitere Infos unter: ramuc.blogsport.de

Antirassistischen Demonstration am 17.10.09 in Schongau

Am 17.10. findet in Schongau eine antirassistische Demonstration statt. Grund für die Demonstration sind die rassistische Abschiebepolitik und Gesetzte, wonach Menschen die aus ihren Heimatländern fliehen unter scheußlichen Bedingungen in Lager gesteckt werden.
Wir wollen jedoch einen Schritt weiter gehen und sehen als Ursache dieser Zustände nicht nur die rechtsoffene und ausländerfeindliche Regierung, die zwar in erster Linie für die Schaffung und Durchführung dieser Gesetze verantwortlich ist, sondern wollen auch auf die kapitalistische Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung hinweisen, welche das Fundament für diese neorassistische Politik stellt. Viele Beispiele zeigen, was für widerliche Auswüchse diese Politik hervorbringt.
So werden Menschen mit bestimmten Fähigkeiten per Handkuss begrüßt, solange der Arbeitsmarkt ihre Fähigkeiten fordert. Menschen die aber aufgrund des katastrophalen Zustands des Bildungssystems in ihrem Heimatland einen vermeintlich niedrigeren Bildungsstand haben, werden auf schnellstmöglichem Wege abgeschoben. Die Zustände der Bildungssysteme in den betroffenen Ländern, sind auf die dem Kapitalismus immanente nationalökonomische Konkurrenz zurückzuführen. Auch nach kulturellen Werten wird fleißig selektiert: nach dem großzügigen Angebot von Beckstein und Schäuble (beide CSU) wurden Ende 2008 in Deutschland irakische Kriegsflüchtlinge aufgenommen – jedoch nur katholische. Aufgrund der verschwindend geringen Christen-Rate im Irak ist dieses „Angebot“ höchst zynisch.

Die Kriterien für dieses Auswahlverfahren werden der Politik durch die Bedürfnisse der nationalen Wirtschaft diktiert. In einer Gesellschaft in der die Politik dafür sorgen muss, der Wirtschaft größtmögliche Vorteile in der nationalökonomischen Konkurrenz zu verschaffen, scheint die Abschottung der heimischen Wirtschaft vor „unbrauchbaren“ Arbeitskräften als unabdingbar.
Menschen einer anderen Kultur, Menschen die eine andere Sprache sprechen, einen vermeintlich niedrigeren Bildungsstand haben und sogar Menschen die eine andere Religion haben, haben nach dieser Logik eher Probleme sich in dieser deutschen Gesellschaft zu integrieren. Menschen die nicht dem Bild dieser deutschen Leitkultur entsprechen, werden somit wieder abgeschoben da sie als verwertbare Arbeitskraft für die Wirtschaft unbrauchbar sind, sofern sie es überhaupt bis hierher schaffen.
Die rassistische Politik der BRD und der anderen EU-Staaten ist direkt und indirekt für jährlich tausende Tote an Europas in zunehmendem Maße militarisierten Außengrenzen verantwortlich. Den Menschen die hierher kommen möchten steht ein martialisches Aufgebot der westlichen „Sicherheitsorgane“ gegenüber. Die „Europäische Grenzschutzagentur FRONTEX“ rekrutiert sich aus den Polizeien und Armeen der Mitgliedsstaaten. Diese „Grenzschützer“ verhindern das Übersetzen auf EU-Länder oder bringen die Flüchtlinge zur Rückführung in Lager. Dies führt wiederum dazu, dass die gewählten Routen immer gefährlicher werden.
Die vollständige Menschenverachtung des kapitalistischen Systems kommt zum Ausdruck, wenn man sich die Gründe vor Augen führt, warum Menschen aus ihrem Heimatland ausreisen. Damit sogenannte 3. Welt Länder Anschluss an die wirtschaftlich starken Nationen finden, werden durch die Regierungen der betreffenden Ländern die Mindestlöhne abgeschafft, Gewerkschaften verboten und sonstiger Arbeitnehmerschutz verhindert, um Investoren anzulocken. Den Menschen, deren Arbeitsverhältnisse sich immer weiter verschlimmern bleibt einfach nichts anderes übrig außer im Dreck zu krepieren oder die waghalsige Flucht in den „Goldenen Westen“ zu wagen. Aktionen gegen die menschenverachtende Flüchtlingspolitik und menschenunwürdige Lagerunterbringung müssen sich immer auch gegen die kapitalistische Gesellschaftsordnung an sich richten. Kurzum: Da helfen kein Bitten und kein Betteln – wird der Kapitalismus nicht endlich überwunden, wird sich auch an der rassistischen Einwanderungspolitik nichts ändern. Trotzdem finden wir es auch richtig an den direkten und offensichtlichen Auswirkungen anzusetzen und zu versuchen die Lebensbedingungen für einreisende Menschen in diesem Land zu verbessern. Wir fordern deshalb:

Schluss mit Lagerunterbringung und weg mit der Residenzpflicht – Bewegungsfreiheit für ALLE
Für die Abschaffung von Lebensmittelmarken und sonstiger Fremdbestimmung
Fight Fortress Europe – Grenzen weg

Gegen Rassismus immer und überall!
[Antifaschistische Aktion Allgäu]



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